Sehenswürdigkeiten in Bonn 
Sehenswürdigkeiten in Bonn

Sehenswürdigkeiten in Bonn


Villa Hammerschmidt

Die Villa Hammerschmidt liegt hoch über dem Rhein und bietet eine bemerkenswerte Aussicht bis ins Siebengebirge. Sie wurde im Jahr 1862 in Auftrag gegeben. Der Architekt August Diekhoff sollte für den Bonner Kaufmann Albrecht Troost am Rheinufer diese Villa bauen. Später kaufte der Zuckerfabrikant Leopold König das Anwesen und ließ es nach seinen Vorstellungen umbauen. 1899 wurde das Grundstück erneut verkauft. Der preußische Kommerzienrat Rudolf Hammerschmidt erwarb das Haus, das noch heute seinen Namen trägt. Der erfolgreiche Zuckerfabrikant machte aus der Villa zum kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt. Nach seinem Tod wurde das gesamte Inventar versteigert und mehrere Wohnungen entstanden. 1878 kam der aufwendig gestaltete Park mit einem Palmenhaus dazu. Die Parkanlage stammt von dem Hamburger F.J.C. Jürgen. 1949 wurden die Parkanlagen der Villa Hammerschmidt und des Palais Schaumburg zusammengelegt und umgestaltet. Der alte Baumbestand wurde durch seltene Nadelhölzer ergänzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Villa durch die Alliierten beschlagnahmt. Die Bundesregierung kaufte 1950 das Anwesen und machte daraus den Amts- und Wohnsitz des Bundespräsidenten. Roman Herzog zog während seiner Amtszeit nach Berlin ins Schloss Bellevue um. Seitdem dienen beide Anwesen als Amts- beziehungsweise Wohnsitz der Bundespräsidenten. In der Villa Hammerschmidt finden nach wie vor Empfänge und Verleihungen statt. Im Obergeschoss befinden sich die Privaträume, während im Erdgeschoss Kaminsaal, Empfangsaal und weitere Repräsentationsräume liegen. Die Einrichtung ist heute weitgehend Eigentum des Staates, aber auch zahlreiche Leihgaben der Länder und verschiedener Museen sind hier zu bestaunen.


Beethoven-haus

Der berühmte Komponist Ludwig van Beethoven wurde 1770 in Bonn geboren. Sein Geburtshaus diente seinen Eltern für einige Jahre als Wohnhaus, bevor die Familie in ein größeres Domizil umzog. Das Beethoven-Haus fungiert heute hauptsächlich als Museum, hier ist die größte Beethoven Sammlung der Welt untergebracht.

Seit 1889 ist das Gebäude mit Museum, Archiv und Kammermusiksaal im Besitz des Vereins Beethoven-Haus e. V., nachdem es zuvor einige Zeit als Gastwirtschaft betrieben wurde. Die Stadt Bonn war seinerzeit nicht an einer Übernahme der Gedenkstätte interessiert.

Das Museum im Beethoven-Haus stellt neben Musikinstrumenten, Portraits des Meisters und seiner Zeit, handschriftliche Aufzeichnungen und Gegenstände aus dem persönlichen Besitz Beethovens aus. Da die ursprüngliche Einrichtung des Beethoven-Hauses nicht mehr erhalten ist, geben die 150 Exponate einen authentischen Einblick in das Leben des Komponisten.

Bei dem Beethoven-Archiv, das ebenfalls hier zu finden ist, handelt es sich um eine wissenschaftliche Forschungsstelle, die 1927 ins Leben gerufen wurde. Neben einer umfassenden Bibliothek sind in der Gedenkstätte alle zentralen Dokumenten zum Leben und Wirken Beethovens untergebracht.

Der seit 1989 bestehende Kammermusiksaal, der sich in direkter Nähe zum Haus befindet, besticht durch seine besondere Akustik. Seine moderne, aber dennoch geschmackvolle Gestaltung gilt als einzigartig. Im Kammermusiksaal wird neben den Werken Beethovens auch zeitgenössische Musik gespielt und talentierten Künstlern Möglichkeit zur Vorstellung gegeben. Die Räumlichkeit wird auch für Tagungen oder besondere Feste vermietet.

Das Beethoven-Haus, das in der Bonner Rathausgasse und somit mitten in der Innenstadt steht, verfügt auch über einen kleinen Garten. Hier werden Beethoven-Büsten aus dem 20.Jahrhundert ausgestellt.


Altes Rathaus

Das Alte Rathaus auf dem Bonner Marktplatz ist eines der berühmten Wahrzeichen der Stadt. Das Gebäude wurde von dem französischen Hofbaumeister und Architekt Michel Leveilly in den Jahren 1737/1738 unter Kurfürst Clemens August erstellt. Die komplette Fertigstellung erfolgte allerdings erst knapp 50 Jahre später. Infolge dramatischer Kriegszerstörungen wurde das Alte Rathaus nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Bis 1978 diente es der städtischen Verwaltung als Sitz. Im Stil des späten Barocks glänzt die elegante Freitreppe, die von zwei Seiten zur Eingangstür des Alten Rathaus führt und vergoldet ist. Zu Bonner Regierungszeiten haben von hier viele Staatsgäste und berühmte Persönlichkeiten zu der Bonner Bevölkerung gesprochen. Zu nennen sind beispielsweise John F. Kennedy oder Michael Gorbatschow Heute wird das Altes Rathaus für repräsentative Zwecke genutzt, auch standesamtliche Trauungen finden hier statt. Für viele Hochzeitspaare ist es ein besonderes Highlight, sich auf der eleganten Treppe fotografieren zu lassen. Einmal im Jahr ist das Gebäude für die Öffentlichkeit an einem Tag der offenen Tür zugänglich.


Bonner Münster

Das Bonner Münster ist eines der Wahrzeichen der Stadt Bonn. Die Basilika steht zentral auf dem Münsterplatz und prägt das Bild der Bonner Innenstadt.

Die Hauptkirche Bonns, an deren Platz früher eine alte Stiftskirche stand, stammt aus dem 11. Jahrhundert. Ihr romanischer Baustil vereint sich gut mit späteren gotischen Elementen des Mittelalters. Die Geschichte der dreischiffigen Basilika, bei der es sich um die erste Kirche dieser Größe im Rheinland handelte, ist gut dokumentiert. Von dieser ursprünglichen Version existieren noch die Gruft sowie teilweise der Hochchor, das Westwerk und die Ostkrypta.

Das Gebäude wurde besonders bis zum 13. Jahrhundert weiter ausgebaut. Probst Gerhard von Are liess die Ostapsis und das Chorquadrat anbauen. Nach erheblichen Schäden und Zerstörungen Ende des 16. und 17. Jahrhunderts wurde das Bonner Münster 1883-1889 einer umfänglichen Renovierung unterzogen. Auch nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte eine Restaurierung.

Die Innenausstattung orientiert sich im Wesentlichen an der Zeit des Barock, entstammt aber überwiegend dem 20. Jahrhundert. Das Münster, das auch von vielen Touristen frequentiert wird, ist besonders bekannt für sein eigenes Ambiente, gekennzeichnet von Stille und Gelegenheit zum Gebet und Innenhalten im sonst lauten Stadtzentrum.

Ein Geheimtipp für Besucher der Bonner Münsterkirche ist der Kreuzgang, der auch unter Gerhard von Are entstand und fast vollständig erhalten ist. Er zeichnet sich durch seine besondere Architektur aus. Die drei Flügel sind gestützt von schmalen, reicht mit Blumen- und Tiermotiven versehenen Steinmotiven. Unter dem vom Kreuzgang umgebenen Hof werden sind verstorbene Priester der Münsterbasilika beigesetzt. Der Kreuzgang ist ein Ort der Ruhe. Zu verschiedenen Zeiten im Jahr finden hier aber auch Kunstveranstaltungen statt.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Bonn

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Köln

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
60 m ü. NN

Fläche:
141,22 km²

Einwohner:
319.841

Autokennzeichen:
BN

Vorwahl:
0228

Gemeinde-
schlüssel:

05 3 14 000



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